IFLA Europe (International Federation of Landscape Architects), der europäische Verband der Landschaftsarchitektinnen und -architekten bündelt rund 34 nationale Verbände und vertritt damit europaweit mehr als 20.000 Berufspraktizierende. Als Teil dieses Netzwerks setzt sich die IFLA gemeinsam mit den anderen Verbänden auf Europa- und Weltebene dafür ein, Landschaftsarchitektur als eigenständige Profession zu stärken, höchste Qualitäts- und Ausbildungsstandards zu fördern sowie grüne, nachhaltige und lebendige Landschaften für Städte und Regionen mitzugestalten. Delegierte der BAKBAK Bundesarchitektenkammer ist Gwendolyn Kusters
IFLA stärkt die Rolle der Landschaftsarchitektur auf der COP30 in Belém
Die internationale Landschaftsarchitektur ist auf der COP30 in Belém so sichtbar wie nie zuvor: Die IFLA – vertreten u. a. durch IFLA-World Präsident Bruno Marques, Steffi Schüppel (bdla) und die neue IFLA-Europe-Präsidentin Indra Purs – bringt sich in zentralen Klimaverhandlungen aktiv ein und vernetzt die Profession erfolgreich auf globaler Ebene. Neben einem eigenen, deutlichen Positionspapier hat sich die IFLA erstmals dem starken LGMA-Bündnis der lokalen und regionalen Regierungen angeschlossen und ein gemeinsames Statement veröffentlicht.
Mit klaren Worten betont IFLA-Präsident Bruno Marques, warum Landschaftsarchitektinnen und -architekten für die Umsetzung globaler Klimaziele unverzichtbar sind: „Hochrangige Ziele bleiben abstrakt, bis sie lokal umgesetzt werden – und diese Umsetzung muss gestaltet werden. Landschaftsarchitektinnen und -architekten liefern das technische Design für Schwammstädte, resiliente Freiräume und naturbasierte Lösungen, die nationale Ambitionen in eine gerechte, lebenswerte Realität für alle übersetzen.“
Die Botschaft ist eindeutig: IFLA platziert die Landschaftsarchitektur als Schlüsselprofession der Klimaanpassung – und als Gestaltungspartner, ohne den die Transformation nicht gelingen kann.
IFLA Konferenz zum Thema „New Urban Landscapes“ in Brüssel
Vom 16. bis 19.10. kamen in Brüssel zur IFLA Europe Konferenz und Generalversammlung die Delegierten der verschiedenen Landschaftsarchitekturverbände sowie interessierte Berufspraktizierende in Brüssel zusammen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom belgischen Verband der Landschaftsarchitektur BALA.
Unter dem Leitthema „NEW URBAN LANDSCAPES – regenerating cities, revealing new urban landscapes“ rückten visionäre Konzepte für die Neuinterpretation und Wiederbelebung urbaner Freiräume in den Fokus – stets im Spannungsfeld von Klimagerechtigkeit, konkurrierenden Nutzungsansprüchen und dem dramatischen Verlust an Biodiversität.
Die Konferenz richtete ihren Blick besonders auf zwei große Transformationspfade: Zum einen auf die klimaresiliente Weiterentwicklung bestehender Stadtstrukturen – durch Entsiegelung, standortgerechte Bepflanzung und den Ausbau grün-blauer Infrastrukturen. Zum anderen auf die Rückeroberung ungenutzter urbaner Räume: von Industriearealen über Parkplätze, Brachen und Bahntrassen bis hin zu bislang unbeachteten Dachflächen. Hier wurde deutlich, welches Potenzial in den verborgenen und vergessenen Räumen unserer Städte steckt – und wie sie zu Treibern einer regenerativen, lebenswerten Urbanität werden können.

Jakob Endemann (ELASA), Gwendolyn Kusters (BAK), Thomas Haas (bdla), Frederic Tenberge (BAK-Verbindungsbüro)privat
Während der IFLA Europe Generalversammlung wurde ein neuer Vorstand gewählt. Präsidentin ist nun Indra Purs (Lettland). Ebenfalls im Vorstand sind Christos Papachristou (Irland), Linus Frederiksson (Schweden), Paula Simoes (Portugal) sowie Madara Markova (Lettland).