Landschaftsarchitekt / Landschaftsarchitektin

Beruf

Energieberg Georgswerder, IBA Hamburg 2013

Energieberg Georgswerder, IBA Hamburg 2013IBA-Hamburg GmbH

Die Architektengesetze der 16 Bundesländer definieren die Berufsaufgaben von Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten im Grundsatz wie folgt:


Berufsaufgaben

  1. gestaltende,
  2. technische,
  3. wirtschaftliche,
  4. ökologische und
  5. soziale Garten- und Landschaftsplanung.“

Leistungsspektrum umfasst die Objekt- und Freiraumplanung, z. B. von

Das Leistungsspektrum umfasst die Objekt- und Freiraumplanung, z. B. von

  1. Park- und Gartenanlagen,
  2. Plätzen, Straßenräumen, Fußgängerzonen,
  3. Innenhöfen, Dachgärten,
  4. Sport-, Spiel- und Freizeitanlagen,
  5. Freibädern, Schwimmteichen, Naturbädern,
  6. Außenanlagen, an privaten wie auch öffentlichen Gebäuden,
  7. Gartenschauen und Gartendenkmalpflege
  8. Dorf- und Stadtentwicklung
  9. naturschutzfachlichen Eingriffen, Kompensationen und mehr -> Natur und Landschaft.

Abgedeckt werden kann dieses Spektrum von freischaffend, selbstständig, angestellt oder beamtet tätigen Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten im Bereich der

  1. Objekt- und Freiraumlanung,
  2. Landes- und Regionalplanung sowie kommunale Bauleitplanung,
  3. Projektsteuerung,
  4. Wettbewerbsbetreuung,
  5. Erstellung von Gutachten,
  6. Moderation u.a.

Gelungene Landschafts- und Grünordnungsplanung vereinbaren Erhaltung, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft mit den Ansprüchen an ihre wirtschaftliche, kulturelle und infrastrukturelle Nutzbarkeit.

Landschaftsarchitekten und Landschaftsarchitektinnen arbeiten eng mit Angehörigen der anderen in den Architektenkammern vertretenen Fachrichtungen wie Hochbau– und Innenarchitektur sowie Stadtplanung zusammen. Das interdisziplinäre Berufsbild erfordert des Weiteren die Kooperation mit weiteren Ingenieur- und Planungsdisziplinen wie z.B. Bau-, Wasserbau- und Agraringenieuren aber auch mit  Künstlern, Soziologen und Pädagogen.


Die Bezeichnung „Landschaftsarchitekt/in“ ist in Deutschland gesetzlich geschützt. Sie darf nur führen, wer Mitglied in der Architektenkammer und in die Architektenliste seines Bundeslandes eingetragen ist. Für eine Eintragung ist der Abschluss eines Studiums der Fachrichtung Landschaftsarchitektur an einer Hochschule, Fachhochschule oder einer Akademie notwendig sowie der Nachweis einer Mindestpraxiszeit. Die Mindestdauer für Studium und Praxiserfahrung regeln die Architektengesetze der Bundesländer. In den Leitfäden zur Berufsqualifikation  können die Qualifikationsvoraussetzungen nachgelesen werden.

In den insgesamt 16 Architektenkammern sind derzeit rund 139.000 Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner eingetragen (Stand 1. Januar 2020). Davon sind fast 8.000 Landschaftsarchitekten.

Die Länderarchitektenkammern werden z.B. hinsichtlich Architektenrecht, Wettbewerbsrecht, Normung und Umsetzung der Energiewende auf Bundesebene vertreten von der Bundesarchitektenkammer e.V. Lesen Sie hierzu auch unseren aktuellen Jahresbericht.

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